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Die Goldene Milch ist einer der gesündesten Drinks, die du deinem Immunsystem gönnen kannst. Sie wird mit dem Superfood Kurkuma zubereitet. Kurkuma (Curcuma longa), auch Tumeric oder Gelbwurzel genannt, gehört zur Familie der Ingwer-Gewächse. Aus der indischen und chinesischen Küche ist die Knolle kaum wegzudenken und inzwischen wurde sogar die Schulmedizin auf ihren Inhaltsstoff Kurkumin und dessen Wirkung aufmerksam. In diesem Artikel erfährst du, was es mit der Powerknolle Kurkuma auf sich hat und wie man sie als Goldene Milch zubereitet – an kalten Herbst- und Wintertagen oder sogar im Hochsommer

 

Kurkuma: Das beliebte Heilmittel der Inder

Kurkuma wird in Indien bereits seit über 4.000 Jahren angebaut und gehört zu den wichtigsten pflanzlichen Heilmitteln. Auch in der indischen Heilkunst des Ayurveda gehört Kurkuma zu den „heißen“ Gewürzen. Ihnen wird eine entgiftende und energiespendende Wirkung zugesprochen. Während in Indien meist das getrocknete Kurkuma-Pulver verwendet wird, nutzt die thailändische Küche häufig die frisch geriebene Wurzel.

Im frühen Mittelalter kam Kurkuma dann über die Seidenstraße nach in Europa. Wir kennen es als Bestandteil von Curry-Pulver oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie. Vielleicht hast du selbst schon einmal frischen Kurkuma gerieben, der ein wenig aussieht wie die Ingwerknolle, nur eben leuchtend orange statt gelb, und bist mit bunten Händen und Fingern davon gekommen? Neben ihrer immensen Farbkraft steckt aber noch viel mehr in dieser Wurzel!

 

Die Heilkraft des Kurkuma: Erfahrene Hatha Yogis wie Reinhardt Gammenthaler betrachten Kurkuma als natürliches Antibiotikum. Es verbessert gleichzeitig die Verdauung und stärkt die Darmflora, reinigt das Blut und hält Gelenke und Bänder geschmeidig. Besonders interessant finde ich den Aspekt, dass Kurkuma in der Lage ist, Entzündungsprozesse im Körper zu vermeiden und zu beenden. Dabei verdankt Kurkuma den Großteil seiner Heilkraft dem Kurkumin, seinem wichtigsten Wirkstoff.

Kurkumin ist die Substanz, die der Kurkuma-Wurzel ihre Farbe verleiht. Es ist oxidationshemmend und wirkt den freien Radikalen entgegen, die für Zellschäden verantwortlich sind. Kurkumin hilft bei vielen chronische Entzündungen in Gelenken und dem Magen-Darm-Trakt. Traditionellerweise wird Kurkuma häufig mit Ingwer und insbesondere mit schwarzem Pfeffer kombiniert, da das Piperin des schwarzen Pfeffers die Aufnahmedes Kurkumins verstärkt. Auch gesunde Fette (wie z.B. Kokosöl) verbessern die Aufnahme des heilenden Wirkstoffs.

Inzwischen belegen unzählige wissenschaftlichen Studien die umfangreichen Heilkräfte des Kurkuma. Hier ein Überblick über einige Krankheiten, denen laut der Weltgesundheitsorganisation mit dem regelmäßigen Konsum von Kurkuma (ca. 3 g pro Tag) entgegengewirkt werden kann: Es sind einge ganze Menge!

Kurkuma unterstützt im Kampf gegen Volkskrankheiten

Kurkuma hilft Nervenzellen aufzubauen und wirkt degenerativen Prozessen im Gehirn entgegen. Einige Studien gehen sogar davon aus, dass Alzheimer-Patienten mit dem Einsatz von Kurkumin geholfen und die Gedächtnisleistung wieder gesteigert werden kann. Ähnlich positive Eigenschaften sagt man übrigens auch Kaffee gegen Alzheimer nach.

Bei vielen Krebstherapien wird Kurkuma bereits erfolgreich genutzt. Es verlangsamt die Tumorbildung, verhindert die Mutation von vorbelasteten Zellen und hemmt die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen. Auch Kaffee kann im Kampf gegen Krebs unterstützen.

Außerdem kann Kurkuma bei Entzündungen im Körper helfen. So schafft es bei Magen-Darm-Geschwüren sowie bei der Reizdarm-Thematik Abhilfe. Zusätzlich wirkt es entzündungshemmend und schmerzlindernd auf viele Gelenk-Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis, sofern es regelmäßig in geringer Dosis aufgenommen wird.

Auch unsere moderne Ernährung trägt zu den großen Volkskrankheiten bei. Kurkuma verbessert den Fettstoffwechsel und kann daher auch bei allen aus Übergewicht resultierenden Folgekrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Herzkrankheiten unterstützend wirken.

 

Mit Kurkuma tut man sich und seiner Gesundheit etwas Gutes

Gerade in der kalten Jahreszeit kann man mit dem regelmäßigen Konsum von Kurkuma sein Immunsystem stärken. Kurkuma aktiviert dabei ein antimikrobielles Peptit (Protein) und mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger. Deswegen ist goldene Milch mit Kurkuma so beliebt, wobei du die Wurzel als Hausmittel gegen Erkältung auch sehr gut statt Ingwer in deinen Tee geben kannst.

Außerdem wirkt Kurkuma wirkt aufgrund der hitzeerzeugenden Qualität entgiftend, verjüngend und vitalisierend. Es ist ein Antioxidant gegen freie Radikale, die für Alterungs- und Degenerationsprozesse des Körpers verantwortlich sind. Besonders wichtig: Kurkuma fördert bzw. schützt die Regeneration der Leberzellen nach Krankheiten. Und durch die Ausleitung von Quecksilber entfernt es damit ein Gift, dass nicht nur die Leber, sondern den ganzen Körper beeinträchtigt.

Zu guter letzt Kurkuma hemmt die Osteoklasten, die für den Abbau der Knochensubstanz und Osteoporose verantwortlich sind. Das ist gerade für Menschen wichtig, die sich gegen den Konsum von Milchprodukten aussprechen – denn tierische Milch ist weniger gesund, als du vielleicht denkst – oder unter Kalziummangel leiden.

Unzählige wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte belegen die vielseitige therapeutische Anwendung von Kurkuma und ihrem universellen Heilstoff Kurkumin. Wie wir das optimale Wirkungspotenzial aus dieser Wunderknolle holen und gleichzeitig die leckersten natürlichen „Arzneimittel“ zubereiten? Das erfährst du in meinem Rezept für Goldene Milch:

 

Am Besten lässt sich das volle Potential des Kurkuma in Verbindung mit weiteren Superfoods wie Ingwer, schwarzen Pfeffer, Zimt und Honig entfalten. Zum Beispiel als Goldene Milch, einem antientzündlichen und nahrhaften Warmgetränk. Goldene Milch wird im Englischsprachigen teilweise auch als „Turmeric Tea“ oder „Gold Milk“ bezeichnet.

Ingwer, schwarzer Pfeffer und Zimt werden ähnlich wie Kurkuma von vielen Yogis als universelle sattvische (reine) Arznei betrachtet. Sie stärken das innere Feuer und wirken verdauungsfördernd sowie aktivierend. Honig wird hingegen eine antimikrobielle Wirkung zugesprochen. Wer vegan lebt, kann natürlich einfach Ahornsirup oder Agavendicksaft statt Honig für Goldene Milch nutzen.

 

Goldene Milch mit frischem Kurkuma

Dieses Rezept nutzt den frisch geriebenen Kurkuma. Dabei kann es sein, dass kleine Kurkuma-Stückchen am Ende in der Milch landen und dir den extra Kurkuma-Kick geben. Natürlich kannst du die fertige Milch am Ende auch nochmal sieben, um die groben Kurkuma-Stücke zu entfernen. Oder du probierst gleich die zweite Variante des Rezepts mit Kurkuma Pulver. 

Zutaten für Goldene Milch mit frischem Kurkuma

•1 cm frische Kurkumawurzel oder Kurkumapulver

•1 cm Ingwer

•200 ml Hafermilch oder eine (Pflanzen-)Milch deiner Wahl

•Schwarzer Pfeffer

•1 TL natives Kokosöl (z.B. dieses hier)

•1 TL Honig (wahlweise Agavendicksaft oder Ahornsirup)

•Zimt nach Belieben

 

So bereitest du Goldene Milch mit frischem Kurkuma zu

•Schäle und reibe den frischen Ingwer und Kurkuma mit einer Reibe in feine Stücke.

•Gib dann etwas Kokosöl in einem Topf und bringe es bei geringer Hitze zum Schmelzen. Sobald das Öl geschmolzen ist, gib die frisch geriebenen Wurzeln dazu und brate alles kurz bei leichter Hitze an. Die Zutaten sollten sich dabei nicht braun verfärben. Rühre daher während dieser ersten Phase mit einem Holzlöffel alles gut um.

•Füge dann die Hafermilch und den frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu und köchele alles ein paar Minuten auf geringster Stufe. Das im schwarzen Pfeffer enthaltene Peperin verbessert direkt die Aufnahmefähigkeit des im Kurkuma enthaltenen Stoffes Kurkumin. Also hier wirklich nicht sparen. An dieser Stelle färbt sich die Milch bereits in einen goldgelben Farbton.

•Gib dann den Honig (alternativ Ahornsirup oder Agavendicksaft) und den Zimt hinzu und lasse es noch eine Minute leicht köcheln.

•Serviere die Goldene Milch warm gesiebt oder ungesiebt in einer schönen Tasse und geniesse es - ENJOY LIFE!